Die Welt nach Covid

Wie geht es nach Covid weiter? Was wird sich ändern, was wird wieder so wie vorher? Nur eines ist klar: die Zukunft wird nicht so sein, wie wir sie uns noch vor wenigen Monaten vorgestellt hatten. Auch wenn niemand sagen kann, wie genau diese Zukunft aussieht, so kann man doch einge Trends aus dem gegenwärtigen Geschehen herauslesen.

  1. Endlich: der Durchbruch des home office oder der Arbeit aus der Ferne

Das ist eine grundlegende, positive Entwicklung. Die plötzliche Zunahme des homeoffice , sieht man von notorisch hinterher hinken öffentlichen Verwaltungen ab, wird sich nicht mehr aufhalten lassen. Auch wenn das eine gewisse Nostalgie für das Treffen mit dem Kollegen in der Kaffeepause auslöst, die strenge Trennung von Zuhause und Arbeitsplatz ist vorbei. Aber es muss auch gewarnt werden: nicht alles kann im Home Office erledigt werden, aber dennoch wird sich ein neues Gleichgewicht mit deutlich höheren Anteil an homeoffice einpendeln. Aber das Home Office ist kein Ersatz für eine mangelnde Digitalisierung der Arbeitswelt und es bedarf der Organisation und einiger Spielregeln für eine derart verteilte Belegschaft.

  • Flexible Teams ersetzen starre Strukturen

Die Dringlichkeit Lösung für akute Probleme im Angesicht der Pandemie zu finden und umzusetzen, hat dazu geführt dass sich Menschen die sich sonst in Revierkämpfen verloren haben daran gemacht haben Probleme schnell und ohne hierarchische Rücksichtnahme zu lösen. Nur so konnte man in kurzer Zeit die Überlebensfähigkeit der Unternehmen sicherstellen. Die Leistung, die hierbei erbracht wurde, kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Die Wirtschaft hat gezeigt, dass sie agil reagieren kann. Sie ist in der Lage Strategien und Strukturen sowie die daran beteiligten Menschen und die zugrundeliegenden Prozesse schnell anzupassen und mit der notwendigen Technologie zu unterlegen. Diese Erfahrung wird dazu führen, dass sich Unternehmen stärker dezentralisieren und in stärkerem Maße auf Fachwissen stützen und dieses in problem- und situationsbezogenen Teams bündeln werden.

  • Resiliente Lieferketten

Die Krise hat gezeigt das der einseitige Blick auf die Optimierung von Lieferketten unter Kostengesichtspunkten ausgedient hat. Lieferketten müssen flexibler und nach Möglichkeit kürzer werden. Dabei sollte ihre Belastbarkeit und die Geschwindigkeit bei ihrer Benutzung steigen. Es geht nicht darum in möglichst entfernten Regionen der Welt zu möglichst geringen Kosten zu produzieren sondern auch insgesamt das Risiko im Auge zu behalten und die Abhängigkeit von einer einzigen Lieferquelle oder sogar einem einzelnen Land zu verringern .

Solche Lieferketten sind intelligent, kundennah und flexibel. Durch den Einsatz modernster Technologien – flexible Robotik, additive Fertigung, künstliche Intelligenz – wird sich das charakteristische einer Produktion verändern. Produktion zu vernünftigen Kosten und beherrschbarem Risiko wird nahe beim Verbraucher stattfinden.

  • Langfristigeres Denken und Nachhaltigkeit

Die COVID 19 Krise hat eine überhitzte Welt zur Vollbremsung gezwungen. Es hat sich auch gezeigt, dass vieles möglich ist, was vorher unmöglich erschien. Quartalsprognosen großer Unternehmen waren Makulatur, die strenge Trennung von Staat und Wirtschaft ist mit dem Einstieg bei systemrelevanten Unternehmen aufgehoben, Budgets werden staatlich und in Unternehmen neu verteilt und es wird auf Flexibilität geachtet, da man die Krise in ihrem Verlauf nicht genau vorhersehen kann.

Digitale Technologien und die Ausbildung der Menschen in einer solchen Welt zu agieren und Werte zu schaffen werden zum Erfolgsfaktor der Zukunft.

All dies geschieht mit dem Blick auf Nachhaltigkeit und Sicherheit. Worin unterscheidet sich die Pandemie von der Entwicklung des Klimas? Ist sie nicht nur eine schnellere, fokussierte Version einer über eine Dekade sich verschlimmernden Klimakrise, die dann aber nach einem tipping point nicht mehr durch staatliche Rettungspakete gelöst werden könnte. Beides sind zwei Seiten eines lebensbedrohenden Problems, das nur durch gleichzeitiges Augenmaß in der Reaktion und globales Handeln gelöst werden kann.

  • Berührungslose Wirtschaft

Es greift zu kurz den Sieg des online Handels zu verkünden. Natürlich erlebte dieser einen Wachstumsschub, aber viel wichtiger ist, dass zahlreich Unternehmen Modelle der kontaktfreien Interaktion mit dem Verbraucher entwickelt haben und weiterentwickeln. Die Digitalisierung des Verkaufs wird die Krise überdauern. Wer sie erneut zurückstellt, weil er meint, dass die Krise vorbei ist wird verlieren.

Das ist vielleicht die wichtigste Erkenntnis aus der Pandemie: Begriffe wie Digitalisierung, Internet of Things oder Industrie 4.0 waren zwar in aller Munde, aber vor der Pandemie eher langsam in der Umsetzung. Covid 19 hat diese Prozesse extrem beschleunigt und die Antwort der Wirtschaft auf die Pandemie ist auch eine Chance für den Standort Deutschland.

10 Megatrends die Corona radikal beschleunigt hat

10 Megatrends die Corona radikal beschleunigt hat business – Dr. Stefan Immes

Dr. Stefan Immes

Die Aussicht auf eine Pandemie ist seit vielen Jahren ein bekanntes systemisches Risiko, aber niemand hätte den genauen Zeitpunkt oder die Art der aktuellen Coronavirus-Krise vorhersagen können.

Gleichzeitig ist es mit wichtigen, nachhaltigen und branchenübergreifenden Trends so eine Sache: zwar scheinen die großen Verschiebungen bekannt zu sein, aber wie nachhaltig sind sie? Es gibt viele schwache Signale; aber es ist schwierig, wenn nicht gar unmöglich, den Zeitpunkt und die Form der Glockenkurve, der die meisten Trends folgen, genau zu kennen. Werden sie ein Jahr lang eine Nische bleiben? Drei Jahre? Oder werden sie plötzlich aufgrund eines externen Auslösers eine beschleunigte Massenübernahme erleben?

Deshalb ist es in Zeiten wie diesen, in denen alles im Fluss zu sein scheint, nützlich, auf Trends schauen zu können, die bereits existent waren. Welche neuen Verhaltensweisen haben sich die Early Adopters und Pioniermarken bereits zu Eigen gemacht? Welche Trends schienen Jahre vom Mainstream entfernt (und waren daher leicht zu ignorieren), scheinen aber jetzt bereits, innerhalb weniger Monate, wenn nicht gar Wochen völlig normal zu werden? Solche Trends kann man mit Fug und Recht als Megatrends bezeichnen.

Auf organisatorischer Ebene können Krisenzeiten sowohl bedrohlich als auch befreiend sein. Den meisten Führungskräften ist die Kluft zwischen ihren Organisationen von der Größe eines Öltankers und ihren neuen, agilen Konkurrenten in der Startphase bewusst. Aber der Wandel durch Corona ist so hart, dass jetzt die Chance von Veränderung entlang der unten genannten Megatrends gegeben ist. Jetzt ist der Moment zu handeln.

Im Folgenden werden 10 Trends beleuchtet, die das Verhalten der Verbraucher beeinflussen werden, auch wenn Corona überwunden ist, d.h. die Dinge, die die Menschen schätzen werden und welche Prioritäten sie in einer Welt nach dem Coronavirus haben werden.

1. VIRTUELLE ERLEBNISWELT

An die Stelle des echten Erlebens tritt das virtuelle Erleben und Sein. Da auch weiterhin und für lange Zeit echtes Erleben riskant ist werden zunehmend virtuelle Erfahrungen von Bedeutung sein. Soziale Medien und eSports sind die offensichtlichen Manifestationen, die abbilden wie sich Konsumenten im virtuellen Raum aufstellen.

VIRTUELLE ERLEBNISWELT – 10 Megatrends die Corona radikal beschleunigt hat business – Dr. Stefan Immes

Für ein Unternehmen kommt es darauf an, digitale Erfahrungen nicht nur als Ergebnis der Nutzung eines Werkzeuges oder als Form der Unterhaltung zu betrachten, sondern vielmehr Plattformen für statusbildende Erfahrungen zu bauen.

Wenn das Unternehmen einmal diesen Bewusstseinswandel vollzogen hat, sind die Möglichkeiten unendlich. Wie werden es virtuelle Erlebnisse rund um sein Angebot schaffen, die die Verbraucher ebenso schätzen – und teilen wollen – wie ihre Erfahrungen in der realen Welt?

2. SHOPSTREAMING

Hiermit ist die nächste große Richtung des Online Shopping und des Social Media vorgezeichnet. Beide Welten wachsen mit rasanter Geschwindigkeit zusammen. Die größten digitalen Wellen – E-Commerce und Live-Streaming – laufen zusammen. Damit ist die nächste Richtung sowohl für das Online-Shopping als auch für soziale Verbindungen vorgezeichnet: interaktiv, erlebnisorientiert und in Echtzeit. Die Entwicklung wird hierbei nicht mehr im Silicon Valley, sondern in China bereitet. Eine atemberaubende Mischung aus Unterhaltung, Community und Handel wird die Erwartungen an den E-Commerce in Zukunft auf globaler Ebene erhöhen und alle ernsthaften E-Commerce Anbieter zum Handeln zwingen.

2. SHOPSTREAMING – 10 Megatrends die Corona radikal beschleunigt hat business – Dr. Stefan Immes

Amazons funktionales Design und sein unermüdlicher Fokus auf Auswahl und Bequemlichkeit haben die Erwartungen der Kunden an den Online-Handel definiert und scheinbar unverrückbar zementiert. Doch schon Jeff Bezos warnt, dass kein Unternehmen für die Ewigkeit gebaut ist und das Geschäftsmodell schnell obsolet werden kann.

Die nächste Generation des digitalen Handels wird radikal anders sein. Einnehmender, eindringlicher und sozialer. Ja, es ist fast wie in den Offline-Einkaufszentren von gestern. Die Herausforderung besteht darin eine Online-Shopping-Umgebung zu schaffen, in der die Kunden quasi nur zum Abhängen und Chatten kommen, um dann auch en Passant ihre Einkäufe zu erledigen, weil sie eine Beziehung zur Umgebung haben.

3. VIRTUELLE BEGLEITER

Die Menschen gewöhnen sich noch schneller als vor Corona an digitale Assistenten und Chatbots. Ihre Erwartungen werden weiterentwickelt, und eine wachsende Zahl von Menschen werden beginnen, virtuelle Persönlichkeiten zu suchen, die die Macht haben, zu unterhalten, zu bilden, sich mit ihnen anzufreunden und ihnen Halt zu geben. In Krisenzeiten werden sich die Menschen zunehmend diesen virtuellen Gefährten zuwenden, und sobald der Geist aus der Flasche ist, werden diese Verhaltensweisen auch nach Abklingen der jeweiligen Krise fortbestehen.

3. VIRTUELLE BEGLEITER – 10 Megatrends die Corona radikal beschleunigt hat business – Dr. Stefan Immes

Dieser Trend ist sehr schwer umzusetzen und kann auch in seiner Umsetzung gehörig schief gehen. Also: nicht jede Marke muss den Menschen virtuelle Kameradschaft bieten. Das wäre seltsam. Und unheimlich. Aber wenn Sie eine Marke sind, von der die Menschen etwas Gesellschaft begrüßen würden, dann stellt dieser Trend eine spannende Herausforderung für Sie dar: Welche Persönlichkeit sollte oder könnte Ihr virtueller Begleiter haben?

4. UMGEBUNGS-HYGIENE

Nach der Krise werden die Menschen zu weniger eigener, aktiver Hygiene, also weniger Desinfektionsmittel, Mund Nase Masken und Handdesinfektionsmittel, auf dem Weg durch ihr tägliches Leben zurückkehren. Aber der Wunsch, sicher und gesund zu bleiben, wird stärker denn je sein. Damit bietet sich eine riesige Chance für Anbieter von physischen Räumen, solche gesundheitsfördernden Maßnahmen in genau die Räume einzubetten, die ihre Kunden durchqueren, so dass ein gesunder Aufenthalt mühelos möglich ist. So bieten manche Stores schon heute ausgeklügelte Filtersysteme an und garantieren, dass 95% und mehr der Schadstoffe in der Luft gefiltert werden.

4. UMGEBUNGS-HYGIENE – 10 Megatrends die Corona radikal beschleunigt hat business – – Dr. Stefan Immes

Es geht darum, dem Kunden einen sicheren Raum zu bieten, der negative Wirkungen aussperrt oder besser noch, gesundheitsfördernde Maßnahmen in der Umgebung anbietet, in der sich der Kunde aufhalten soll.

5. MENTOR TO CONSUMER (MtoC)

Vielen Menschen wird bewusst, wieviel geistlose Stunden sie online verbringen. Viele von ihnen werden sich auch danach sehnen, einen Teil dieser Zeit produktiv zu nutzen, und so werden sie Plattformen nutzen, die sie mit Lehrern, Experten und Mentoren in ihrem Bestreben, neue Fähigkeiten zu erlernen, verbinden.

5. MENTOR TO CONSUMER (MtoC) 10 Megatrends die Corona radikal beschleunigt hat business – Dr. Stefan Immes

Fähigkeitsorientierte Organisationen und wissensbasierte Dienste passen ganz natürlich zu diesem Trend. Aber jedes Unternehmen mit einer Online-Plattform oder -Community könnte damit experimentieren, einen Strang zur Selbstverbesserung des Kunden durch sein Angebot zu weben. Die Frage lautet, welche Fähigkeiten die Mitglieder der jeweiligen Community online entwickeln möchte.

6. E-COMMERCE UND KI

Ein weiterer Trend, der gerade einen kräftigen Schub bekommt, ist die Verbindung von E-Commerce mit künstlicher Intelligenz. Der starke Anstieg der Nachfrage nach berührungslosen Interaktionen, die mit den Fortschritten in der Robotik konvergieren, ermöglicht eine neue Art von automatisiertem Handel.

6. E-COMMERCE UND KI – 10 Megatrends die Corona radikal beschleunigt hat business – Dr. Stefan Immes

Aber Vorsicht: die Konsumenten akzeptieren in der Krise Automatisierungen, die in weniger herausfordernden Zeiten nicht akzeptabel wären. Aber man darf nicht davon ausgehen, dass diese Situation unbegrenzt andauern wird. Jetzt sollte die Zeit zum Experimentieren genutzt werden, aber im Hinblick auf längerfristigen Plänen sollte sorgfältig darüber nachgedacht werden, welche Teile der Reise des Kunden auch nach der Krise automatisiert bleiben sollte. Vereinfacht ausgedrückt: Roboter und Algorithmen sollten das tun, was sie am besten können, aber weiterhin sollten Menschen das tun, was sie am besten können. Was beides im jeweiligen Fall ist, ist von Unternehmen zu Unternehmen verschieden.

7. EMPATHIE UND SICHERHEIT

Das Coronavirus ist wohl kaum das Einzige, was die Menschen beunruhigt und sogar psychische Qualen bereitet. Schon bevor es eine weltweite Gesundheitskrise auslöste und Ängste vor einem tiefen wirtschaftlichen Einbruch schürte, sahen sich die Menschen zügelloser Ungleichheit, ständigem sozialen Wettbewerb, der drohenden existenziellen Bedrohung durch die Klimakrise und vielem mehr gegenüber. Jede Organisation, die mit ihrem Angebot und ihrer Interaktion dazu beitragen kann, das psychische Wohlbefinden der Menschen zu verbessern, wird mit offenen Armen vom Konsumenten empfangen werden.

7. EMPATHIE UND SICHERHEIT – 10 Megatrends die Corona radikal beschleunigt hat business – Dr. Stefan Immes

Unternehmen müssen daher den empathischen Teil ihres Angebotes herausarbeiten. Dieser Trend erfordert weder ein riesiges Budget noch eine hochtechnische Lösung. Voraussetzung ist lediglich, dass das Unternehmen darüber nachdenkt und wirklich versteht, was die psychischen Ängste seiner Kunden verursacht. Der Weg diese zu lindern ist meist ein cleverer kein teurer!

8. UNTERSTÜTZTE ENTWICKLUNG

Ein positives Ergebnis von mehr Zeit zu Hause? Viele von uns haben einige oft lange vernachlässigte traditionelle Lebenskompetenzen wieder erlernen müssen, wie zum Beispiel – kochen! In den letzten Jahren wurden insbesondere von wohlhabenden Städtern grundlegende häusliche Aufgaben an Dritte ausgelagert. Elementare Fertigkeiten gingen verloren. Einige davon geben sie gerne wieder zurück, wenn die Krise vorbei ist, aber andere werden sie mit Freude weiter selbst erledigen. Erfahrungen der Befriedigung durch eigenes Tun wird überdauern und – diese Krise wird nicht die Letzte sein!

8. UNTERSTÜTZTE ENTWICKLUNG – 10 Megatrends die Corona radikal beschleunigt hat business – Dr. Stefan Immes

Ein Unternehmen sollte das Produktportfolio darauf hin abklopfen, ob die Produkte und Marken einen hohen score bei den „zu erledigenden Aufgaben“ haben.  Es sollten die Marken forciert werden, die dem Kunden helfen, unabhängiger zu werden oder eine bessere Version von sich selbst zu kreieren ohne Dritte. Wenn die Menschen aus einer Krise herauskommen, werden sie die Marken zu schätzen wissen, die sie durch die Krise unterstützt haben.

9. VIRTUELLE STATUSSYMBOLE

Der Mensch ist mit wenigen Ausnahmen vom Status besessen. Wenn ein Unternehmen versteht, wie seine Zielgruppe sich selbst identifiziert, wie sie von der Gesellschaft und ihren Altersgenossen respektiert werden möchte, dann hat es ein mächtiges Werkzeug in der Hand, mit dem es das entsprechende Verhalten verstehen und beeinflussen kann. Physische Güter haben seit langem ein mögliches Statusmonopol: Sie müssen knapp und teuer gehalten werden

9. VIRTUELLE STATUSSYMBOLE – 10 Megatrends die Corona radikal beschleunigt hat business – Dr. Stefan Immes

Wichtig ist zu verstehen, wie der Kunde des Unternehmens heute in der realen Welt aus seinen Interaktionen mit der Marke einen Status ableitet. Liegt es am Preis? Durch Knappheit? Hilft die Marke, ihn erfolgreich oder intelligent aussehen zu lassen? Welche anderen „Influencer“ identifizieren sich mit der Marke? Man muss hierzu in die entsprechenden Online-Welten – Spiele, soziale Medien, Foren – eintauchen, in denen die Menschen noch mehr Zeit verbringen werden als je zuvor. Welche soziale Dynamik ist in diesen Gemeinschaften im Spiel? Und wie kann das Unternehmen den Menschen bei ihrem Streben nach Status in diesen virtuellen Umgebungen helfen?

10. OPEN-SOURCE-LÖSUNGEN

Dies ist sicher der kühnste Megatrend. Eine neue Nachhaltigkeit des Wirtschaftens und der Gemeinschaft wird geschaffen. Das Coronavirus ist eines der drängendsten transnationalen, bevölkerungsübergreifenden Probleme der jüngeren Geschichte, und als solches hat es die Menschen daran erinnert, dass die besten Organisationen diejenigen sind, die großzügig mit anderen zusammenarbeiten. Der Akt des Teilens und sogar des Verschenkens sogar der innovativsten Lösungen für die Lösung der schwierigsten gemeinsamen Probleme wird  nicht nur für das einzelne Unternehmen eine Frage des langfristigen Überlebens sondern vielleicht sogar für das gesamte kapitalistische Wirtschaftssystem.

10. OPEN-SOURCE-LÖSUNGEN – 10 Megatrends die Corona radikal beschleunigt hat business – Dr. Stefan Immes

Unmöglich? Warum und es ist nichts Neues! 1959 erfand Volvo den Dreipunkt-Sicherheitsgurt, machte das Patent im Interesse der öffentlichen Sicherheit aber berühmterweise für jedermann zugänglich. Man schätzt, dass die Erfindung seither über 1 Million Menschenleben gerettet hat. Die Marke feiert diese Entscheidung immer noch (zu Recht!) und Volvo ist ein Synonym für Sicherheit im Straßenverkehr. Wären ein paar Jahre Patentschutz wertvoller gewesen?

Dieser Trend ist der Herausforderndste unserer Zeit. Aber er ist auch der, der begeistert. Wir müssen uns alle die Frage stellen: Was können wir im Jahr 2020 tun, über das wir in 60 Jahren noch sprechen werden, um eine bessere Welt nach Corona zu schaffen.

Dr. Stefan Immes – Grundsätze Professionellen Lead Managements

Grundsätze Professionellen Lead Managements – Dr. Stefan Immes

Es ist sicherlich schön, wenn die Website viele Besucher generiert, aber was doch am wichtigsten ist, ist die Gewinnung qualifizierter Leads. Internet Fachmann Dr. Stefan Immes hält dies für die herausragende Aufgabe einer webbasierten Akquisitionspolitik. Aber die Beharrungskräfte in den Unternehmen sind groß. Nach einem freundlichen Lächeln geht es oft weiter wie bisher: Kampagnen entwickeln, Media Budgets planen und Social Media an allen Fronten. Seitenweise werden vermeintliche KPIs gelobt und deren positive Entwicklung von den Verantwortlichen hervorgehoben. Schade nur, dass sich der Umsatz nicht entsprechend entwickelt. Will man das nachhaltig ändern so sind laut Dr. Stefan Immes die folgenden Grundsätze zu beachten.

Grundsatz 1: Bedeutung des Lead Management erfassen

Ein Lead ist ein möglicher Kunde. Also ein Mensch, der sich für ein Unternehmen oder Produkt interessiert und persönliche Daten für einen weiteren Dialog freiwillig zur Verfügung stellt. Dieser erste Kontakt ist sicher noch unverbindlich, aber ist es nicht unhöflich auf eine solche Kontaktaufnahme nicht persönlich zu antworten? Ohne ein entsprechendes Management dieses Prozesses wird aus einem Lead nur zufällig ein Kunde. Aus 100 Leads sollten 10 bis 15 Kunden resultieren – eine „Conversion Rate“ von der das klassische Website Management nur träumen kann! Wichtig ist es dabei die Kommunikation wie einen Trichter zu sehen. Mit jedem Schritt der Kommunikation geht man weiter und enger auf den potenziellen Kunden (=Lead) ein.

Grundsatz 2: Leads nach Wert beurteilen

Ein Lead kann auf die unterschiedlichste Art und Weise entstehen. War es der Newsletter, eine konkrete Produktvorstellung, ein breit gestreutes Gewinnspiel? Natürlich kann jeder Lead wertvoll sein, aber es ist immer wichtig sich bewusst zu sein, wo der Lead herkam. Was war das Motiv des Leads (bitte nicht vergessen: technisch gesehen ein Datensatz, hinter dem aber ein Mensch steht) und wie ist die Verbindung zu meinem Unternehmen und meinem Angebot zu bewerten?

Mit anderen Worten ist das Motiv der Kontaktaufnahme zu hinterfragen und zu bewerten. Der schnelle „Gefällt Mir“ Klick auf Facebook ist sicher anders zu bewerten als eine Anfrage im Kontaktformular zu einem konkreten Produkt oder das Hinterlassen einer Visitenkarte auf einer Messe.

Diesen unterschiedlichen Motiven kann eine unterschiedliche Position im Verkaufstrichter zugeordnet werden. Entsprechend der Position im Trichter muss die entsprechende Ansprache gewählt werden. Sie muss aber im Sinne einer Lead-Management -Strategie vorbereitet sein! Mit anderen Worten wird einem unterstellten Motiv eine Position im Verkaufstrichter zugeordnet was zu einer definierten Kontaktaufnahme führt. Die permanente Überprüfung der Erfolge führt zur Optimierung der Strategie und schließlich zu relativ verlässlichen Voraussagen über zu erwartende Erfolge.

Grundsatz 3: Richtige Lead-Management-Strategie

Wenn die unterschiedliche Einordnung im Verkaufstrichter mit unterschiedlichem Erfolgspotential für einen Verkauf bewertet wurde, können sie die nächsten Schritte planen. Nur selten wird man sofort den Kontakt an die Verkaufsabteilung geben können. Meist, so stellt Immes fest, müssen definierte Dialogmaßnahmen greifen, um aus dem Lead einen Kunden zu machen. Nur dann zahlt sich Lead Management aus.

Ein effizientes Lead Management basiert auf einem Kommunikationsplan, um Leads Schritt für Schritt und im richtigen Moment mit relevanten (!)Inhalten im Verkaufstrichter weiter zu qualifizieren. Hier muss genau festgelegt werden was, in welcher Frequenz und mit welchen Aktionen verbunden kommuniziert wird. Dabei sollte die ganze Bandbreite unterschiedlicher Medien und Kommunikationsmöglichkeiten genutzt werden. E-Mail, Chat, YouTube Clips oder die Einladung zu einem persönlichen Treffen beispielsweise auf Messen oder regionalen Event bieten vielfältige Möglichkeiten der Kommunikation

Bedenken Sie dabei ihre Ziele und die Motive der Kontaktaufnahme ihrer Leads miteinander in Einklang zu bringen. Versetzen sie sich in die Lage des Leads! Seien sich nicht zu aggressiv – Kommunikation und Vertrauen muss sich entwickeln.

Grundsatz 4: Realisieren Sie eine leadbasierte CRM-Plattform

Wenn Ihre Leads im Haus mäandern und von einer Stelle an die andere weiter gereicht werden, verpuffen alle Grundsätze. Stellen sie sich vor, wie ihr Kundenerlebnis wäre, wenn sie als Lead vom Vertrieb an den Service oder and die Marketingabteilung gehen und von jeder Stelle unterschiedlich behandelt und angesprochen werden. Ihr Lead Management wäre zum Scheitern verurteilt, auch wenn es noch so gut formuliert ist.

An jeder Stelle des Customer Lifecycles muss der Kunde sich aufgehoben fühlen. Das geht nur wenn eine entsprechende IT basierte, CRM orientierte Management Plattform eingesetzt wird, die den Prozess strukturiert und organisiert. Nicht zuletzt, weil es das Lead Management auch vom Topmanagement steuerbar und bewertbar macht.

Der Kommunikationsprozess kann nur so in einer Art und Weise gestaltet werden, dass die einzelnen Kommunikationsschritte im Sinne eines größeren Ganzen strukturiert ineinandergreifen. So lässt sich Kommunikation steuern und im Hinblick auf die Erreichung der Unternehmensziele beobachten.

Grundsatz 5: Holen Sie das meiste aus Ihren Daten

Leads entstehen nicht ohne Kosten. Wenn sie also einen maximalen ROI aus ihrer Kommunikation erzielen wollen, müssen sie die Ergebnisse ihrer Kommunikation, also die erzeugten Datensätze = Leads bewerten. Wo kommen die meisten Leads her? Womit erzielen sie die stärksten, positiven Kontakte und Reaktionen? Gibt es bestimmte Zeiten oder Orte zu oder an denen sie besonders erfolgreich sind? Gibt es bestimmte Punkte im Kommunikationstrichter, bei denen sie besonders viele oder besonders wenige Kommunikationsabbrüche feststellen können?

Auf der Basis dieser Analysen und der permanenten Anpassung der entsprechenden Kommunikationsmaßnahmen lassen sich Strategien entwickeln, die zu einem hohen ROI führen. Wieder gilt: dies ist nur mit entsprechenden CRM-basierten IT Tools möglich, die eine integrierte Analyse, Pflege und Betreuung der Leads erlauben.

Es gibt keinen Grund länger zu warten. Entsprechende Tools sind heute bereits als Einstieg auch mit kleinen Budgets cloudbasiert ohne aufwendige IT-Infrastruktur zu realisieren. Ein „weiter so“ im Sinne einer unstrukturierten Kommunikation kann sehr viel teurer sein!

Dr. Stefan Immes – 5 Fehler, die die Konversionsrate ihrer Webseite minimieren – WebNews-Blog.de

Dr. Stefan Immes – 5 Fehler, die die Konversionsrate ihrer Webseite minimieren

5 Fehler, die die Konversionsrate ihrer Webseite minimieren

Von Dr. Stefan Immes

Sie haben ihre Website nach allen Regeln der Kunst geplant, einen guten Programmierer mit an Bord und eigentlich alle wichtigen Komponenten für eine gute Website fertig. Dennoch steigt ihre Konversionsrate nicht, ihre Website „performt“ einfach nicht.

Woran kann es liegen?

Es gibt eine Reihe von sehr wichtigen Komponenten des Website-Designs, die wirklich Ihre Konversionsrate senken können, ohne dass Sie es wissen, die aber leider oft nicht beachtet werden.

Welche Komponenten das sind, lesen Sie hier: Dr. Stefan Immes – 5 Fehler, die die Konversionsrate ihrer Webseite minimieren – WebNews-Blog.de

Dr. Stefan Immes – Social Media und Medizin – keine Wirkung ohne Nebenwirkung | Internet

 

Autor: Dr. Stefan Immes

Das Internet erlangt eine immer größere Bedeutung im Bereich des Gesundheitsmarktes. Immer mehr Menschen informieren sich hier über Gesundheitsthemen, mit denen sie in der Regel durch eigenes Erleben oder Krankheiten in ihrem Umfeld konfrontiert sind. Dr. Internet begleitet den Patienten. Ob man will oder nicht – dieser Realität muss sich ein Unternehmen der Gesundheitsbranche stellen.

Quelle: Dr. Stefan Immes – Social Media und Medizin – keine Wirkung ohne Nebenwirkung | Internet

 

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